Alpen brechen auseinander

Seit 2007 wurden im Mont Blanc-Massiv ganze 182 Gesteinsabbrüche erfasst, dieses Wochenende dürfte bei den Bewohnern von Tignes, einem kleinen Bergdorf in Frankreich, allerdings noch lange in Erinnerung bleiben. Rund 12.000 Kubikmeter Gestein lösten sich in 3400 Metern Höhe von der Drus-Bergkette und veränderte das gewohnte Bergpanorama.

Das konnten die Bewohner jedoch erst nach einer Stunde erkennen, dann erst hatte sich nämlich die riesige Staubwolke verflüchtigt. Ein Ereignis, an das sich die Bewohner der Alpen langsam gewöhnen müssen, denn es wird sicher nicht das letzte Mal sein, dass Felsbrocken zu Boden krachen. Klimaexperten schätzen sogar, dass nicht nur die Häufigkeit zunehmen wird, sondern auch die Größe der Gesteinsbrocken, denn der Klimawandel macht den Alpen ordentlich zu schaffen.

Schon seit den 80er Jahren werden Ablösungen beobachtet. Das spektakulärste Ereignis fand dabei im Jahr 2005 statt. Damals stürzten ganze 265.000 Kubikmeter Gestein, Schauplatz wieder die Drus-Berge, in die Tiefe, rissen dabei den Bonatti-Felspfeiler mit sich und änderten so die Panoramaansicht nachhaltig. In welchem Umfang sich diese Phänomene in Zukunft verstärken werden, das können die Experten dabei nicht sagen, nur bei der Ursache sind sie sich zweifelsfrei sicher! Die Erderwärmung. Denn sie sorgt dafür, dass selbst in großen Höhen längst nicht mehr permanent Temperaturen unter Null Grad herrschen. Der permanente Frost sei aber wichtig für den Zusammenhalt der Felsen, so die Wissenschaftler, denn das Eis in den Ritzen wirkt wie Beton. Schmilzt es, hält der Beton das Gestein nicht mehr zusammen, was zwangsläufig zu Gesteinsabbrüchen führt.

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