Neuer Klimabericht der EU

Ein neuer Bericht der EU bringt neue, aber längst keine unbekannten Hiobsbotschaften auf den Tisch. Ein Klimabericht, der in erster Linie Politiker und Wissenschaftler ansprechen soll, um zu zeigen, wo nach wie vor Forschungslücken klaffen. Im Visier: Die Veränderung der Meere durch den Klimawandel!

Immerhin tragen die Ozeane einen maßgeblich Teil zu unserem Wetter bei, auch sie steuern es. Zwar ist längst nicht alles schlecht, was sich verändert, doch in dem 200 Seiten starken Manuskript wird deutlich, welche Folgen der Klimawandel auf das Meer hat. Und eben auf den Menschen! Denn alles, was im Meer passiert, verändert auch das Leben an Land.
Ergebnisse aus mehr als 100 Forschungsprojekten, die von der EU finanziert wurden, sind in dem Bereicht zusammengefasst. Unter anderem auch bislang unveröffentlichtes Material. Zu stoppen seien die Folgen des Klimawandels dabei nicht mehr, längst schmelzen Eisdecken und lassen dadurch Meeresspiegel und –temperaturen immer schneller ansteigen.

In den vergangenen 25 Jahren, so heißt es in dem Bericht, hätten sich die Ozeane fast zehnmal so schnell erwärmt, wie im ganzen vergangenen Jahrhundert. Bis Ende des 21. Jahrhundert wird ein Temperaturanstieg von etwa 2 Grad erwartet, in der Ostsee gar bis zu 4 Grad. Ein wahres Paradies für Bakterien, unter anderem für Vibrionen, eine Gattung, die auch Cholera verursacht. Doch das ist längst nicht das einzige Problem, was der Klimawandel in Bezug auf die Weltmeere mit sich bringt. Zahlreiche Fischarten zieht es in Zukunft in kühlere Gewässer, weiter gen Norden. Dadurch könnten Meere wie zum Beispiel die Ostsee zum Aussterben verdammt sein, die Fischflucht das Ökosystem erheblich stören und Fischern ihre Arbeitsplätze nehmen.

Der Bericht befasst sich ebenso mit dem Anstieg der Meeresspiegel durch schmelzende Gletscher und Eisberge. In den letzten Jahrhunderten stieg das Meer im Schnitt jedes Jahr um 1,8 Millimeter an. Seit dem Jahr 1993 hat sich der Anstieg fast verdoppelt – jedes Jahr sind es jetzt 3,3 Millimeter. Gerade küstennahe Städte sind von Ansteigen des Meeresspiegels betroffen: Sturzfluten, gewaltige Regenfälle – Szenarien, die längst nicht mehr Zukunftsmusik sind, sondern Realitäten, die längst passieren.

Stoppen lässt sich der Klimawandel nicht mehr! Dazu ist der Weg längst eingeschlagen, wie die Forscher schließen. Allerdings seien die Folgen noch umkehrbar, zumindest auf lange Sicht. Dazu dürfte aber die Beobachtung der Meere nicht aus den Augen gelassen werden!

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